Ernst-Reuter-Schule Dietzenbach

Kooperative Gesamtschule des Kreises Offenbach / Ganztagsschule mit Betreuungsangebot

06074 484290

Schulhund Cooper

Seit September 2018 hat das Kollegium der E-R-S ein neues Mitglied: Schulhund Cooper, Australian Shepherd, geboren am 15. Juli 2018. Australian Shepherds sind bekannt für ihre schnelle Auffassungsgabe und ihr freundliches, dem Menschen zugewandtes Wesen. Cooper soll seine Hundeführerin Frau Angermüller zunächst nur stundenweise an maximal zwei Tagen begleiten.

Der Einsatz des Schulhundes wird langsam gesteigert, um Cooper nicht zu überfordern. Darüber hinaus bekommt er die Gelegenheit, das Erlebte und die vielen Eindrücke in Ruhephasen zu verarbeiten. Im Vordergrund steht es zunächst, die positive Wirkung des Hundes auf die Arbeitsatmosphäre, das Klassenklima und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen durch Coopers Anwesenheit im Unterricht zu beobachten und zu nutzen.

Schüler können durch den kontrollierten Kontakt mit freundlichen Hunden im Unterricht oder Schulalltag in vielerlei Hinsicht profitieren:

  • Durch den Umgang mit Hunden können die Schülerinnen und Schülern tolerantes und vorurteilsfreies Verhalten erfahren und lernen.
  • Der Einsatz eines Schulhundes kann die persönliche Entwicklung von Schülerinnen und Schülern positiv beeinflussen.
  • Ein Schulhund fördert die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern.
  • Der Schulhund beeinflusst die Lernatmosphäre in der Klasse positiv.
  • Das Einhalten der Regeln im Umgang mit dem Schulhund bietet die Möglichkeit, die Selbst- und Impulskontrolle der Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie zu selbstreflektiertem Verhalten anzuhalten.

Voraussetzungen für den Einsatz eines Schulhundes

  • Der Bildungsauftrag der Lehrkraft darf nicht beeinträchtigt werden.
  • Die Eignung des Hundes, der an der Schule eingesetzt werden soll, muss überprüft sein.
  • Der Hund wird in einen Hygieneplan aufgenommen und einer gesundheitlichen Überprüfung unterzogen.
  • Eine Haftpflichtversicherung für den Hund ist verpflichtend.
  • Die Hundeführererin muss in die Theorie und Praxis der tiergestützten Pädagogik eingewiesen sein.
  • Es gibt für den Hund einen geeigneten Raum, in dem er bei Bedarf auch alleine bleiben kann.
  • Die schriftlichen Einverständniserklärungen der Eltern werden für die betroffenen Klassen eingeholt. Darauf werden auch Allergien abgefragt.
  • Da der Hund auf dem Schulgelände (Ausnahme ist der Klassenraum) immer an der Leine geführt wird, wird ein Kontakt zu anderen Kindern, die diesen nicht wünschen oder allergisch reagieren, verhindert.
  • Schülerinnen und Schüler sind über die Regeln im Umgang mit Cooper informiert.

Die Hundeführerin

Frau Angermüller hat 2010 die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten erfolgreich abgeschlossen und im Rahmen eines Trainerlehrgangs des Verbandes Hessischer Hundeschulen 2011 ihre Sachkunde in Theorie und Praxis nachgewiesen. In ihrer nebenberuflichen Tätigkeit während des Lehramtsstudiums als Hundetrainerin hat sie gelernt, die Körpersprache der Hunde zu lesen und Probleme, die sich aus der Kommunikation zwischen Hund und Mensch ergeben können, vorzubeugen oder zu lösen. Entsprechend der Empfehlung des Staatlichen Schulamts hat Frau Angermüller die „bundesweit einheitliche Sachkundeprüfung für Hundehalter und -interessierte“, den „D.O.Q.-Test® 2.0“ absolviert, um Ihre Sachkunde nachzuweisen. Entsprechend wird Cooper einem Eignungstest zur Ausbildung für Schulhunde unterzogen.

Schulhund-AG

Die Schulhund-AG trifft sich etwa einmal pro Woche in einer überschaubaren Gruppe von maximal 10 Schülerinnen und Schülern. Der Schulhund Cooper ist dabei anwesend und die Kinder haben die Möglichkeit Kontakt aufzunehmen und unterstützen Cooper bei seiner Ausbildung zum Schulhund.

Während der Ruhephasen, sprechen wir über viele Wissensgebiete zum Thema Hund, z.B. Entwicklung, Verhalten und Training, Anatomie und Gesundheit, Pflege und besondere Bedürfnisse, Jobs rund um den Hund, Tierschutz, Zucht und insbesondere über die Körpersprache des Hundes, aber auch über unsere eigene.

Der Kontakt und das Hintergrundwissen bauen Ängste ab, fördern die Empathie für andere Tiere  und geben den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Hundehaltung. Die eigene Körperwahrnehmung und das Selbstvertrauen verbessern sich, sobald die Kinder versuchen, dem Hund etwas beizubringen oder gemeinsam mit ihm eine Aufgabe lösen. Natürlich darf auch das Spielen und Kuscheln nicht zu kurz kommen: Das entspannt alle und tut allen gut!