| Ernst-Reuter-Schule Dietzenbach | |
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Klassenfahrt der Ernst-Reuter-Schüler führte in die RhönEin Jahr lang dauerte die Vorbereitungszeit, das Warten und Fiebern auf das große Ereignis war fast unerträglich: Denn die Klassenfahrt nach Hilders in der Rhön stand für die Klasse 6c des Realschulzweigs der Ernst-Reuter-Schule bevor. Es war kein Bus gechartert worden, mit dem öffentlichen Nahverkehr (S-Bahn, Zug und Bus) wurde umweltbewusst gefahren. Fast alle Schüler durften für eine Woche im September mit: Von 26 Schülern fuhren 24 Schüler, zwei Tutorinnen aus der 10. Klasse und zwei Lehrer mit. Leider bekamen zwei Schüler von ihren Eltern keine Erlaubnis zur Teilnahme. Dennoch ist es hier in Dietzenbach nicht selbstverständlich, dass so viele Schüler teilnehmen dürfen. Manchen Migrantenkindern wird wegen ihrer moslemisch geprägten Tradition die Mitfahrt von den Eltern verwehrt. Doch nach dem Hessischen Schulgesetz ist die Teilnahme an Klassenfahrten Pflicht – aus religiösen oder auch finanziellen Gründen darf niemand zu Hause bleiben. Dank des Fördervereins der Ernst-Reuter-Schule konnte zum einen durch dessen großzügiger Unterstützung die monetäre Situation bei einigen Kindern geregelt werden, zum anderen konnte mittels vieler Gespräche und Hausbesuche bei drei moslemischen Eltern einen Kompromiss vereinbart werden: Deren Kinder wurden täglich nach Hilders hingefahren und auch wieder abgeholt. Sie verbrachten so zwar täglich drei Stunden auf der Autobahn und durften in der Jugendherberge nicht übernachten, waren aber trotzdem bei allen Unternehmungen dabei. Deshalb kann die Fahrt der Klasse 6cR auch als eine echte Klassenfahrt bezeichnet werden: Es ist einfach wichtig, dass bei einer Exkursion möglichst alle mitfahren – die Klassengemeinschaft wächst so intensiver zusammen. Die Erlebnisse mit der Klasse sind unvergesslich und prägend. Lehrer lernen ihre Schüler besser kennen und umgekehrt; man lacht zusammen, sammelt Erfahrungen und muss auch bei Konflikten eine gemeinsame Lösung finden. Vor allem körperliche Anstrengung war in Hilders in der Rhön schon am Morgen angesagt: Um 6.00 Uhr – mit dem Hahnschrei – mussten alle aus den Federn und dann ging es los mit dem Morgensport. Eine Gruppe joggte im Wald, die andere „walkte“. Diese 30 Minuten taten allen gut, das Frühstück schmeckte umso besser. Am letzten Morgen wurde der Morgensport sogar mit einem Kneipp-Fußbad gekrönt. Dabei wurden nicht nur die Füße nass… Auf alle Programmpunkte hatten sich die Schüler schon im Unterricht gut vorbereitet. So war die Begeisterung immer da, man wusste ja schon Bescheid. Eine Dorfrallye in Hilders war der Einstieg ins Programm. In Kleingruppen lernte man das beschauliche Dorf unterhalb der Jugendherberge kennen. Gerade das Ländliche stand im Mittelpunkt: So wurde auch ein Rhönschäfer besucht. Jedes Kind durfte am Ende des Besuchs ein Rhönlämmchen auf seinem Arm halten. Zum Schluss blökten nicht nur die Schafe… Anschließend führte ein mehrstündiger Marsch auf den Gipfel der Wasserkuppe in 950 Metern Höhe. Auch stand der Besuch einer Bäuerin auf dem Programm. Sie backte mit den Schülern zusammen Brot und Pizza im Holzbackofen. Das war nicht nur interessant sondern auch nahrhaft und lecker! In Fulda wurden die Ernst-Reuter-Schüler durch den barocken Dom geführt, danach wurde in einer Therme geplanscht. Es waren schöne Tage, die entweder am Lagerfeuer endeten oder mit einem Nachtspaziergang im Wald. Beim Gang durch den dunklen Wald gab es Fackeln, doch hinter jedem Baum lauerten Geister und Gespenster, die in der Phantasie der Schüler eine überdimensionale Gestalt annahmen. Vor allem bei der Kapelle im Wald zitterten manchem Schüler die Beine. Trotz großer Furcht gingen manche Schüler eine kurze Wegstrecke ganz alleine, andere lieber zu zweit. Für den Klassenzusammenhalt war das Vertrauen zueinander, einfach für den anderen da zu sein, die beste Übung. Man muss sagen, dass allen die Klassenfahrt sehr gut gefallen hat und unvergesslich bleiben wird.
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