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Ernst-Reuter-Schule Dietzenbach
Freitag, 10. September 2010

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Das Schülerpraktikum 

 

1. Einführung

2. Welchen Sinn hat ein Schülerpraktikum?

3. Wie erkenne ich meine Neigungen und Eignungen?

4. Wie ziehe ich Rückschlüsse auf passende Berufsfelder und Berufe?

5. Treffen einer Entscheidung

6. Wie geht es weiter?


1. Einführung

Bestimmt werden sich einige von euch fragen, warum sie sich mit langen und lästigen Vorüberlegungen plagen sollen, wenn sie gleich weiterklicken können zu entscheidenden Dingen wie z.B. der Suche nach dem Praktikumplatz?

Als Schüler des 8. und 9. Jahrgangs der ERS befindet ihr euch an einer bedeutenden Weichenstellung im Leben, nämlich der Entscheidung über den beruflichen Lebensweg. Während die Wahl für die weiterführende Schule von den Eltern getroffen wurde, kommt mit der Berufswahl die erste schwerwiegende Entscheidung auf euch selbst zu. Da die Wahl eines Praktikumplatzes viele Parallelen zur Berufswahl aufweist, sollte jeder die Chance nutzen, bei der Vorbereitung und Durchführung des Betriebspraktikums einschlägige Erfahrungen zu sammeln und Kenntnisse bzw. Fähigkeiten zu erwerben.

Es zahlt sich also aus, auf die Auswahl des Praktikumsplatzes einige Zeit und Mühe zu verwenden. Nur wer sich ernsthaft Gedanken macht, welche Ziele er mit dem Praktikum verbinden und verwirklichen kann, wird mit Interesse bei der Sache sein und einen Zugewinn an persönlicher und beruflich orientierter Erfahrung verbuchen können.

Zudem solltet ihr nicht unterschätzen, dass mit einem bewusst durchlaufenen Schülerpraktikum Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben und erproben sind, die sich bei der späteren Berufswahl auszahlen werden. Dies reicht von der Stellensuche, über die Kontaktaufnahme und das Bewerbungsschreiben bis hin zum Vorstellungsgespräch.

Aus diesen Gründen sieht das Betriebspraktikum vor, dass jeder Schüler sich darum bemüht, seinen Praktikumsplatz selbst zu suchen und zu finden. Sollten dabei trotz aufrichtigen Bemühens Schwierigkeiten auftreten, hilft die Schule selbstverständlich mit Rat.

Die Vorüberlegungen, die jeder Schülerpraktikant anstellen sollte, bevor er sich der Suche nach einem Praktikumplatz widmet, gliedern sich in vier Schritte:

1. Erkennen von Sinn und Zweck des Praktikums

2. Feststellen der persönlichen Neigungen und Eignungen

3. Zuweisen der persönlichen Interessen und Fähigkeiten zu passenden Berufsfeldern / Berufen

4. Treffen einer Entscheidung


2. Welchen Sinn hat ein Schülerpraktikum?

Am Anfang steht die Frage, warum ihr als Schüler überhaupt ein Praktikum machen solltet. Die Antwort erschließt den Sinn und Zweck des Unternehmens. Sinnvolle Gründe, ein Betriebspraktikum zu absolvieren, lassen sich viele nennen. Im wesentlichen kann man diese Gründe zwei Kategorien zuordnen, die im folgenden angesprochen werden:

A. Das Praktikum ermöglicht einen ersten Einblick in die Wirklichkeit der Arbeits- und Wirtschaftswelt. Das Kennenlernen von beruflichen Tätigkeiten und Aufgaben bereitet auf Anforderungen im späteren Berufsleben vor unddie Praktikantentätigkeit in einem Unternehmen macht betriebliche und wirtschaftliche Prozesse begreifbarer.

B. Das Praktikum bietet darüber hinaus eine Hilfestellung bei der Vorbereitung der eigenen Berufswahl. Es eröffnet die Möglichkeit, sich seiner Interessen, Neigungen und Fähigkeiten besser bewusst zu werden; sei es, dass man anschließend sagen kann, das erfahrene berufliche Umfeld komme für einen selbst in Frage, oder sei es, dass man die Gewissheit erhält, diesen Beruf nie ausüben zu wollen.

 


 

3. Wie erkenne ich meine Neigungen und Eignungen?

Nachdem du das Ziel kennst, das das Praktikum anstrebt, solltest du alle weiteren Aktionen systematisch planen und durchspielen. Das Vorgehen mit Überlegung und System empfiehlt sich, da das Betriebspraktikum eine Generalprobe für die eigentliche Berufswahl darstellt. Es ist leicht einzusehen, dass du deinen Beruf mit Bedacht auswählen solltest. Wie im Namen angedeutet, ist die berufliche Tätigkeit etwas, zu dem du dich berufen fühlen solltest und das du mit Interesse und Vergnügen verfolgen solltest. Nur so erhältst du die Gewähr, dass die Lebenszeit, die du mit Arbeit zubringst, kein notwendiges Übel darstellt, sondern dass du darin Erfüllung findest und dass diese Arbeit zu einer sinnvollen Selbstverwirklichung und Selbstbestätigung beiträgt.

Selbstbestätigung, Zufriedenheit und Freude erwachsen aus einer Tätigkeit, die du gerne und gut erledigst. Deshalb stellen sich für dich zwei entscheidende Fragen:

1. Was sind meine Interessen?

2. Was sind meine Fähigkeiten?

Der Beantwortung dieser Fragen solltest du dich ernsthaft stellen. Selbst wenn zum augenblicklichen Zeitpunkt für dich die Beantwortung noch nicht greifbar scheint, sollte das Betriebspraktikum aber zumindest einen Denk- und Suchprozess in die besagte Richtung in Gang setzen. Die berufliche Betätigung ist ein wichtiger Lebensaspekt, den du nicht dem Zufall oder den Fügungen des Schicksals überlassen solltest. Du musst rechtzeitig aktiv werden, damit du eine bewusste und eigenständige Berufswahlentscheidung treffen kannst, mit der du zufrieden bist und mit der du dich identifizieren kannst.

Die Beantwortung der beiden Fragen wird sicherlich zu einer Polarisierung führen. Einerseits wird es das Lager derjenigen geben, die bereits mehr oder minder wissen, was sie einmal werden möchten. Andererseits werden sich viele sagen, dass sie auf diese Fragen noch keine Antwort parat haben. Die beiden folgenden Kapitel widmen sich jeweils einer dieser Gruppen.

Ich weiß schon, was ich will

Wenn du bereits mit einiger Sicherheit weißt, was du werden möchtest, kannst du das Praktikum dazu nutzen, deine Entscheidung zu überprüfen. Dies ist gewiss eine gute und elegante Lösung.Ein Praktikum bietet die Möglichkeit, eigene Vorstellungen, die du dir von einem Beruf/Berufsfeld machst, an der Realität zu überprüfen. Folglich kann ein Betriebspraktikum dazu dienen, die getroffene Berufswahlentscheidung zu untermauern oder aber neu zu überdenken.
Hierbei gilt es allerdings zu beachten, dass nicht jeder Beruf aus Praktikantenperspektive hinreichend zu beurteilen ist.Deshalb solltest du vorher überlegen, was du als Praktikant erwarten kannst.
An einem Beispiel lässt sich das verdeutlichen. Wer mit Hilfe des Schülerpraktikums feststellen möchte, ob der Beruf des Mechatronikers seinen Vorstellungen entspricht und ob er dafür geeignet ist, dessen Erwartungen sind unter Umständen etwas zu hoch gesteckt. Erstens kann man nicht immer praktischen Erfahrungen sammeln, da einem als Schülerpraktikant die Kenntnisse und Fertigkeiten fehlen. Zweitens kann man die Tätigkeiten manchmal nur sehr eingeschränkt beobachten. Dennoch ist ein solches Praktikum sinnvoll und lohnend , da man erfährt, wie der Alltag eines Mechatronikers aussieht und mit welchen Schwerpunkten der Beruf zu tun hat.

Das Schülerpraktikum eröffnet auch die Möglichkeit, Alternativen auszuloten. Es ist also durchaus denkbar, dass du deine Berufswahlentscheidung mehr oder minder getroffen hast und eigentlich Erzieherin, Fachinformatiker oder Einzelhandelskauffrau werden möchtest, aber das Praktikum bewusst nutzt, um ein Berufsfeld zu erkunden, für das du dich ebenfalls interessierst.

Hierin zeigt sich bereits, dass es empfehlenswert sein kann, mehr als ein Praktikum zu absolvieren. Weitere Praktika in den Ferien bilden auch einen Pluspunkt bei späteren Bewerbungen, da sie dem potentiellen Ausbildungsbetrieb oder Arbeitgeber als Hinweis dienen für das Interesse, das Engagement und die Eigeninitiative des Bewerbers. Wenn du weitere Praktika in den Ferien anschließen möchtest, kann dir der Schullaufbahnberater deiner Schule praktische Hinweise geben.

Ich habe keine Ahnung, was ich werden will

Wenn du dir bisher noch keinerlei Gedanken um deine berufliche Zukunft gemacht hast, stellt das Praktikum eine gute Gelegenheit dar, dir deiner

Ziele und Vorstellungen,

Eignungen und Neigungen bewusst zu werden und

daraus Rückschlüsse auf mögliche Berufsfelder / Berufe abzuleiten.

Es geht dabei um ganz grundlegende und existenzielle Fragestellungen, die dir deine Identität bewusst machen sollen:

 

"Wer bin ich?"

 

"Was mache ich gerne?" (Neigungen / Interessen)

 

"Was kann ich gut?" (Eignungen / Fähigkeiten)

 

 

"Wo will ich hin?"

Beginne die Erforschung deines Persönlichkeitsprofils mit der Bewusstmachung der Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen, die du mit der eigenen Berufstätigkeit verbindest. Benutze als Orientierungshilfe die Liste der Leitfragen zur Berufswahl . Arbeite diese Liste gründlich durch und notiere dir deine Antworten, damit du auf der Suche nach deinem Wunschberuf immer wieder darauf zurückgreifen kannst oder auch Änderungen vornehmen kannst, falls sich deine Vorstellungen im Laufe der Zeit ändern. Durch die Beantwortung der Fragen bekommst du schon ein recht gutes Bild davon, in welchem beruflichen Umfeld du dich wohlfühlst.

Vergewissere dich als nächstes deiner Neigungen und Interessen. Hinweise geben dir die Dinge, die du gerne tust. Wie sieht es aus mit deinen Hobbys oder deinen Lieblingsfächern in der Schule? Lassen sich daraus Hinweise auf mögliche berufliche Betätigungen ableiten? Falls auf diesen Gebieten keine besonderen Vorlieben erkennbar werden, suche weiter im alltäglichen Bereich nach den Dingen,

 

die dir Freude bereiten,

 

die dich aufhorchen lassen,

 

an denen du dich gern beteiligst,

 

die dich faszinieren.

Dabei muss es sich nicht um besonders spektakuläre Dinge handeln. Überlege einfach, an welchen Gesprächsthemen du dich gerne beteiligst oder welche Fernseh- und Radiosendungen du gerne einschaltest. Erinnere dich an Dinge und Begebenheiten, die dir Spaß und Freude bereitet haben. Führe auch dazu Buch, damit sich mit Hilfe deiner Aufzeichnungen ein Bild von dir selbst erschließt. Auf der Liste mit den Tätigkeitsbereichen kannst du herausfinden, welcher Kategorie sich deine Vorlieben zuordnen lassen.

Auf dem Weg zur Selbsterkenntnis musst du noch einen weiteren Schritt unternehmen. Finde heraus, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten du besitzt, die sich bei einer beruflichen Betätigung einsetzen lassen. Während es sich bei Neigungen und Interessen um Dinge handelt, die man gerne ausübt, an denen man Spaß hat, versteht man unter Fähigkeiten jene Dinge, die einem leicht von der Hand gehen. Man kann auch sagen, dass man dafür eine Begabung besitzt. Finde also heraus, wo deine Begabungen liegen. Bist du musikalisch oder hast du ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen? Fällt es dir leicht Fremdsprachen zu lernen oder bist du eher ein Rechenkünstler, der mit Daten und Zahlen besonders gut umgehen kann? Oder bist du vielleicht ein Organisationstalent und hast die letzte Klassenfeier vorbereitet? Bei den Fertigkeiten handelt es sich um Kenntnisse, die man sich angeeignet hat und über die man verfügt. Überlege, was du gelernt hast, das sich im beruflichen Umfeld gut einsetzen lässt. Welche Fremdsprachen sprichst du? Hast du dir EDV-Kenntnisse angeeignet - kennst du dich aus mit Excel oder PowerPoint oder kannst du vielleicht eine Website erstellen? Spielst du in einer Jugendmannschaft mit und hast daher schon eine Vorstellung von Teamarbeit? Oder leitest du sogar eine Jugendgruppe und hast damit bereits Erfahrung in der Führung anderer Menschen?Mache dir zu allem Notizen, so dass allmählich ein Persönlichkeitsprofil von dir entsteht, welches dir bei der Zuordnung zu geeigneten Berufsbildern von Nutzen ist.

Beziehe in deine Überlegungen auch deine Eltern mit ein. Sie kennen dich am besten und können dir bei deiner Selbsteinschätzung sehr behilflich sein. Auch Gespräche mit Verwandten, Bekannten, Freunden und Lehrern können beim Selbstfindungsprozess Impulse geben, da es sich um Personen handelt, die dich kennen und sich eine Meinung von dir gebildet haben.Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, ob sich deine Selbsteinschätzung mit der Einschätzung durch andere deckt. Sollte das häufiger nicht der Fall sein, bist du gut beraten, deine Selbsteinschätzung zu überdenken und abzuändern.

Es empfiehlt sich, auch bei deiner oder der Hausbank deiner Eltern nachzufragen. Die meisten Institute haben interessante Materialien für Berufseinsteiger, in denen auch Tests zur Selbsteinschätzung enthalten sind. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl weiterer Hilfsmitteln, die das Erkennen des eigenen Profils erleichtern. Eine Auswahl wird am Ende des folgenden Kapitels vorgestellt.

 


 

4. Wie ziehe ich Rückschlüsse auf passende Berufsfelder und Berufe?

Wenn du dich mit deinem Persönlichkeitsprofil vertraut gemacht hast, kannst du auf die Suche gehen nach einem Beruf oder Berufsfeld, das möglichst viele Übereinstimmungen mit deiner persönlichen Veranlagung aufweist. Hierbei lohnt ein Blick in die Stellenanzeigen der lokalen und überregionalen Tages- und Wochenzeitungen. Dort gewinnst du einen Eindruck von der Vielzahl der Möglichkeiten, die der Arbeitsmarkt bietet und anhand der Stellenbeschreibungen lässt sich erkennen, welche Berufe zum eigenen Persönlichkeitsprofil und den eigenen Interessen passen. Auch das Gespräch mit Eltern, Verwandten, Bekannten und Freunden eröffnet die Möglichkeit, hier ein geeignetes Berufsbild zu entdecken und sich bei dem betreffenden Fachmann und Praktiker sodann zu erkundigen.Ein besonderer Hinweis gilt hier den Berufsberatern des BIZ in Offenbach, die dir bei der komplizierten Materie der Zuordnung persönlicher Eigenschaften, Interessen, Fähigkeiten und Kenntnisse zu einem passenden Berufsfeld mit fachmännischem Rat zur Seite stehen können. Wenn du zu einem Beratungstermin gehst, vergiss nicht die Aufzeichnungen, die du zu deiner Selbsteinschätzung angefertigt hast. Sie bilden eine wichtige Grundlage des Gesprächs, da sie dem Berater wertvolle Informationen liefern.

Am besten verschaffst du dir zuerst einen Überblick über die Berufs- und Betätigungsfelder, um dich dann allmählich zu deinem Wunschberuf vorzutasten. Als Ausgangspunkt für detailliertere Recherchen findest du auf dieser Website drei Übersichtslisten, mit deren Hilfe du eine erste Vorstellung von der Vielgestaltigkeit der Berufswelt gewinnen kannst: Berufsgruppenübersicht, Berufsfelder und zugehörige Tätigkeiten, Auswahl aktueller Berufe mit und ohne Studium.

Im folgenden stellen wir dir eine Reihe von Informationsquellen vor, die dir bei der Suche nach dir selbst und deinem Wunschberuf behilflich sein können:

 

"Studien- und Berufswahl" Karl H. Bock Verlag
Der Band wird in der Schule an jeden Schüler kostenlos verteilt und enthält eine Übersicht der Studienangebote deutscher Universitäten und Fachhochschulen.
Eine weniger umfangreiche Internet-Version ist einzusehen unter << www.berufswahl.de >>. Unter der Rubrik "Schulische und betriebliche Berufsausbildung" öffnet sich eine Suchmaschine mit einer Auswahl an "Berufsbereichen" und "Berufsbezeichnungen", während sich unter "Studienfächer" eine Auswahl an "Fächergruppen" und "Studienfächern" abrufen lässt.

 

"Blätter zur Berufskunde"
Nahezu alle Ausbildungs- und Studiengänge sind in dieser Reihe der Bundesanstalt für Arbeit als ausführliche Einzeldarstellungen enthalten. Die Reihe wird fortlaufend aktualisiert. Die Einzelhefte können bei den Arbeitsämtern oder beim Schullaufbahnberater eingesehen werden. Per Bestellkarte kannst du zwei Exemplare kostenlos anfordern.

 

"Beruf Aktuell"
Der Band enthält einen systematischen Überblick der rund 400 anerkannten Ausbildungsberufe sowie der Berufe mit geregelten Ausbildungsgängen an Berufsfachschulen, Fachschulen, in Betrieben und Verwaltungen. Herausgeber ist die Bundesanstalt für Arbeit. "Beruf Aktuell" kann von Schulabgängern bei der Berufsberatung des Arbeitsamts kostenlos abgeholt werden. Exemplare zur Einsicht liegen auch beim Schullaufbahnberater bereit.
Eine für das Internet aufbereitete interaktive Version ist zu besuchen unter
<< www.machs-richtig.de >>
. Unter der Rubrik "Info Base" werden die wichtigsten Merkmale von 400 Ausbildungsberufen vorgestellt. "Machs richtig" richtet sich an junge Menschen, die einen Ausbildungsberuf suchen. Unter der Rubrik "Interessen, Wunschberuf, Alternativen" kannst du dir zuerst eine persönliche Interessenliste zusammenstellen und anschließend eine Liste von Berufen abrufen, die dazu passen.

 

Berufsberatung der Arbeitsämter
Der Psychologische Dienst der Arbeitsämter führt nach telefonischer Voranmeldung kostenlose Eignungstests durch. Wer den Anlass des Betriebspraktikums ernsthaft nutzt, der Wahl seines Wunschberufs einen Schritt näher zu kommen, der kann das professionelle Beratungsangebot des Arbeitsamtes nutzen.Gerade die Zuordnung deiner Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften zu einem passenden Berufsfeld ist häufig ein sehr komplexer Prozess, bei dem dir der Überblick und die Fachkompetenz der Berater des Arbeitsamtes eine große Hilfe sein kann.

 

Start frei! Der Weg zum Wunsch-Beruf
Der Bundesverband deutscher Banken in Berlin bietet in dieser Broschüre eine Reihe von Fragenkatalogen zur Selbsterforschung. In einem Selbst-Test lässt sich der Persönlichkeitstyp ermitteln, des weiteren kann man in einer Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdeinschätzung sein Selbstbild bestätigt finden oder Hinweise für eine Korrektur der Selbsteinschätzung erhalten. Das Erkennen eigener Interessen und Fähigkeiten wird ebenfalls durch einen Test befördert. Schließlich werden Berufsfamilien und Berufsbilder mit Zukunft vorgestellt, um die Wahl einer zum Persönlichkeitsbild passenden beruflichen Tätigkeit anzuregen.

 

ABS-Ausbildungs-Berufeschlüssel für Schüler, Studenten und Praktikanten
Das Heft, das unter der Schirmherrschaft der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen und der Handwerkskammer Rheinhessen herausgegeben wird, ist kostenlos erhältlich beim Arbeitsamt Mainz und den Industrie- und Handelskammern in Mainz, Bingen und Worms. Auch beim Schullaufbahnberater liegen Exemplare zur Einsicht aus. Es enthält ein Berufeverzeichnis und Kurzcharakteristika von Ausbildungsberufen sowie von Berufen mit Studium. Dies wird ergänzt durch nützliche Informationen zum Berufseinstieg.
Die Informationen im Heft werden ergänzt durch einen Internet-Auftritt unter
<< www.berufsbildungsmesse.de >>.
Hier werden in Kurzform "Neue Ausbildungsberufe" und unter "Berufsinformation - Studium" eine Auswahl von Studienfächern vorgestellt.

 

<< www.chancen.net >>
Die Berufs- und Karriere-Site der FAZ stellt unter der Rubrik "Job und Karriere" Job Profile von Berufen mit Studium vor.

 

<< www.einstieg.com >>
Der Internet-Ableger von "EINSTIEG - Zeitschrift für Ausbildung, Studium und Beruf" (LSP publishing services GmbH, Köln) enthält Informationen zu "Future Jobs" - "Neue Berufe" und "Berufe mit Zukunft". Darüber hinaus werden unter "Campus News" neue Studiengänge präsentiert.

 

<< www.youngmiss.de >>
Die Zeitschrift Brigitte bietet jungen Berufseinsteigerinnen eine Suchhilfe unter dem Motto "Welcher Job passt zu mir?" Du machst Angaben zu deinen Eigenschaften, der gewünschten Branche und deiner Ausbildung. Die Auswertung zeigt dir Berufe an, die zu deinem Profil passen. Unter dem Link "YM-JOBPORTRÄT" erfährst du näheres über die vorgeschlagenen Berufsbilder.

 

<< www.job-future.de >>
Die Website der Volksbanken Raiffeisenbanken bietet einen Self Check an, mit dessen Hilfe sich Betätigungsfelder eingrenzen lassen. Ausgehend von diesen Betätigungsfeldern lässt sich nach geeigneten Berufsbildern Ausschau halten.

 

<< www.jungekarriere.com >>
Die Wirtschafts- und Finanzzeitung "Handelsblatt" berichtet auf ihrer umfangreichen Website ebenfalls über eine Vielzahl von Berufsbildern.

 

<< www.geva-institut.de >>
Bei dem "Eignungstest Berufswahl" handelt es sich um ein kommerzielles Testprogramm der "Gesellschaft für Verhaltensanalysen und Evaluation". Die Auswertung des Tests ergibt ein Leistungs- und Neigungsprofil, auf dessen Grundlage Vorschläge zu Studien- und Berufswahl gemacht werden.

 

Linksammlung

Zusammenstellung aktueller Links zu den Themen Berufe, Berufswahl, Bewerbung,Karriere

Entscheidend ist, dass du dich möglichst umfassend orientierst und alle Informationsquellen ausschöpfst, deren du habhaft werden kannst. Nutze die Gelegenheit, mit Berufsvertretern im Verwandten- und Bekanntenkreis zu sprechen. Informiere dich auf Ausbildungsbörsen und bei Tagen der offenen Tür bei Auszubildenden und erfahrenen Berufspraktikern. Achte auf das vielfältige berufsorientierte Angebot der Medien Presse, Funk und Fernsehen. Viele große Zeitschriften haben auf ihren Websites Wirtschafts-, Berufe- und Karriereseiten eingerichtet, die ständig eine Fülle aktueller Nachrichten und Tipps bieten: Focus, Spiegel, Die Welt, etc.

Das Feld der beruflichen Tätigkeiten ist äußerst vielfältig und fast täglich kommen neue Berufsbilder hinzu. Viele Berufsanfänger nutzen nicht die Informationsmöglichkeiten, die unser Medienzeitalter bietet, und bescheiden sich mit einer Auswahl der traditionellen Berufe-Favoriten. Wenn du so verfährst, begibst du dich jedoch vieler interessanter Berufsperspektiven. Deshalb sei rührig, tu dich um und sammele Informationsmaterial, das deine Berufswahlentscheidung voran bringt.


5. Treffen einer Entscheidung

Wenn du deine Interessen und Fähigkeiten ergründet hast und einen Überblick über die Berufsgruppen besitzt, kommt die schwierigste Aufgabe, nämlich sich für ein Berufsfeld zu entscheiden. Bei der Anbahnung der Entscheidung konnten wir dir mit Tipps und Ratschlägen zur Seite stehen. Nun bist du auf dich selbst gestellt und musst versuchen, zu einem Entschluss zu kommen.

Vielleicht stellst du fest, dass du trotz aller Tests und Informationsmaterialien noch immer nicht recht weißt, in welche Richtung es gehen soll. Lass dich dadurch nicht entmutigen, sondern orientiere dich weiter und verliere das Thema Berufswahl nicht aus den Augen. Die richtige berufliche Tätigkeit zu finden, ist ein äußerst komplexer Vorgang, der häufig nicht allein mit Checklisten zum Persönlichkeitsprofil und Eignungstests zu bewältigen ist, so gut und vielversprechend diese Selbsterforschungskonzepte auch entwickelt sind. Eine Berufswahlentscheidung besteht nicht nur aus faktischen Komponenten, sondern der emotionale Faktor spielt eine große Rolle. Vorlieben, Wünsche, Hoffnungen und Motivationserlebnisse nehmen entscheidenden Einfluss auf diesen Prozess. Auch der Faktor 'Zeit' ist eine weitere Einflussgröße. So wie Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, so finden die wenigsten ihren Traumberuf von heute auf morgen. Deshalb der Ratschlag, mit Geduld weiter auf der Suche zu bleiben. Wenn du dich weiterhin mit dem Thema befasst und den Stand deiner Kenntnisse nach und nach ausbaust, wird irgendwann die Zeit für eine Entscheidung reif sein und je gründlicher du deine Entscheidung vorbereitet hast, desto zufriedener wirst du mit dem Ergebnis sein.

"Wer Entscheidungen nicht plant, sondern sich erst dann darum kümmert,
wenn die Entscheidung fallen muss, der handelt zu spät."
(Konfuzius, 551 bis 479 v.Chr., chinesischer Philosoph)

 


 

6. Wie geht es weiter, wenn du dich für einen Beruf entschieden hast?

Diese Frage beantwortet das nächste Kapitel. Doch zuvor noch zwei Hinweise.

1. Bereits bei der Vororientierung solltest du so verfahren, dass du zumindest eine Alternative bereit hältst. Wer so vorgeht, dass er sich auf einen Beruf oder Betrieb versteift, kann schnell enttäuscht werden. Deshalb flexibel bleiben und Ausweichmöglichkeiten einplanen.

2. Jeder, der einen Platz als Schülerpraktikant sucht, sollte sich auch darüber klar werden, ob er unbedingt praktische Erfahrungen sammeln möchte oder ob er auch zufrieden ist, wenn er seinem betrieblichen Betreuer nur über die Schulter schauen kann. Wer viel Wert auf eigenständiges Arbeiten legt, der kann sicher sein, dass er bei einem Handwerksbetrieb auf seine Kosten kommen wird. Andererseits muss man erwarten, dass z.B. in einem Büro oder in der Kanzlei eines Rechtsanwaltes nur sehr begrenzt Möglichkeiten für einen praktischen Einsatz bestehen. Welche Möglichkeiten sich für eigenständige Tätigkeiten eröffnen, lässt sich am ehesten bei einem Vorstellungsgespräch klären.

 
 
 

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