|
Soziales Lernen und Mediation als Unterrichtsfach | | | - Eingangsprogramm in den Jahrgängen 5/6 für alle Klassen
| Das Eingangsprogramm hilft den Klassen durch spielerische Methoden ihre Gruppenstruktur zu erkennen und begleitet den Klärungsprozess, in dem alle Schüler ihren Platz in der Klassengemeinschaft suchen. Es wird weiterhin der Blick auf Konfliktlagen gerichtet und ein Grundverständnis von konstruktiver Konfliktlösung vermittelt. Es werden in der ersten Phase in zwei bis drei Projekttagen Fähigkeiten vermittelt, die die Schüler künftig in Krisensituationen nutzen können. Sie lernen in der nächsten Phase Methoden kennen, um in Krisen gemeinsam Lösungen zu finden. Die Rolle des Lehrers ist dabei immer im Sinne der Mediation die des Vermittlers nicht die des Bewertenden. Die ersten Projekttage haben zum Schwerpunkt: A. Das Kennen Lernen – Konfliktbegriff klären B. Erschließung der Problemlandkarte der Klassengemeinschaft – Kooperation und Kommunikation C. Problembearbeitung und das Training kommunikativer Fähigkeiten Ziele: • Die Erkenntnis, dass Streiten nichts Schlimmes, sondern etwas Normales ist, man nur lernen muss, konstruktiv zu streiten • Einander besser kennenlernen- Allparteilichkeit erleben • Aushalten der Unterschiedlichkeit und andere entdecken lernen • Sensibilisierung für konfliktträchtige Problemlagen • Problemlösungsstrategien entwickeln.
|

| Carolin versucht einem “Außerirdischen” zu vermitteln, wie er ein Käsebrötchen essen kann. Dieser versteht nicht und wird immer ärgerlicher. Der Konflikt ist aus Verständigungsschwierigkeiten vorprogrammiert.
| 
| Kommunikationsübungen sind ein wichtiger Bestandteil im Eingangsprogramm. Hier üben Schüler der Klasse 5bG aktives Zuhören und Beobachten. |
| - Einstündiges Unterrichtsfach im Jahrgang 7
| Im Jahrgang 7 geht es um die Weiterentwicklung der Ziele im Sozialprozess des einzelnen Schülers aber auch im Gruppenprozess im Klassenraum und darüber hinaus. Die Schwerpunkte lassen sich zusammenfassen auf vier miteinander verzahnte Bereiche:
| | Autonomie: | | Selbstverantwortung, Selbstkontrolle, Selbstbestimmung | | | | | | Rollenhandeln: | | Empathie (= sich in andere Probleme einfüllen, ohne sich selbst einzubringen) Ambiguitätstoleranz (= unterschiedliche Interpretationen, Wertigkeiten aushalten können), Identitätsdarstellung | | | | | | Sozialkompetenz: | | Konfliktfähigkeit, Konsensfähigkeit, Kooperationsfähigkeit | | | | | | Wertehaltung: | | Toleranz, Wertschätzung, Solidarität, Normenakzeptanz | |
|